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Dienstag, 2. Juli 2013

Mein Quartierladen

Bald ist es soweit. Die Eröffnung findet am Donnerstag statt. Die Gestelle sind grösstenteils bereits eingeräumt (sogar die harten alkoholhaltigen Getränke an den Kassen). Ja, ich kriege eine neue Einkaufsmöglichkeit keine fünfzig Meter von meiner Küche entfernt. Die Auswirkungen auf meine Kochkünste sind mir noch nicht klar. Wird die Flexibilität bei vergessenen Zutaten nicht mehr notwendig sein oder werde ich wie bisher bequem sein und mit dem das nur zwei Meter entfernt ist improvisieren?
Unsere Hoffnungen (mein Nachbar hat mich drauf gebracht), ob es an den Eröffnungstagen (Donnerstag bis Samstag) Wurst mit Brot zum Kampfpreis geben wird, sind nach der Werbekampagne in den letzten Tagen etwas kleiner geworden. Weder Wurst noch Brot sind mit einem Wort erwähnt worden. Dann wird das halt bei der Konkurrenz erworben und auf dem Balkon genüsslich verzehrt... kleiner Spass am Rande.
Die ersten in den Wohnungen über dem Einkaufsladen Briefkästen sind bereits beschriftet, sowie Bewohner von mir persönlich gesichtet worden. Für Gelegenheitseinkäufer wie mich wird der Laden natürlich ganz praktisch sein. Ob sich hier der grosse Umsatz machen lässt, stelle ich mal in Frage. Die werden das schon selbst herausfinden. Einen Vorteil hat der Laden auf jeden Fall: Aufgrund der Strassenarbeiten an der Kantonsstrasse wird noch eine Zeit lang der gesamte Durchgangsverkehr an ihm vorbeigeführt und alle werden ihn kennen. Wenn das keine Werbung ist.

Sonntag, 19. Mai 2013

Bauboom

Das Quartier, in dem ich lebe, scheint ein ganz trendiges zu sein. Fast überall wird gebaut. Viele neue Wohnungen entstehen. In unmittelbarer Nähe wird sogar ein kleiner Lebensmittelladen einziehen (meine Last-Minute-Einkäufe werden ganz unproblematisch). Mit unmittelbarer Nähe meine ich meinen ca. 200 Meter langen weg zur Bahnstation. 42 neue Wohnungen auf diesem kurzen Weg, unglaublich. Den "Wohnungsgucker-Verkehr" habe ich bereits vereinzelt bemerkt.
Erste Überbauung: hier (12 Wohnungen), zweite Überbauung: hier (19 Wohnungen), dritte Überbauung hier (11 Wohnungen).

Interessant ist festzustellen, dass einerseits eine Preissensitivität vorhanden ist, andererseits Werbung tatsächlich funktioniert. Bei den teuersten Überbauung sind am meisten Wohnungen noch nicht reserviert. Und die Überbauung mit der Werbung in einer täglichen Pendler-Gratiszeitungen war eine bis zwei Wochen nach dieser Aktion komplett reserviert.
Die kleineren Wohnungen sind angeblich preislich sehr konkurrenzfähig in der Region, die grösseren angeblich am oberen Ende anzusiedeln. Mein Nachbar schaut sich regelmässig nach Alternativen um. Mein Bauchgefühl bestätigt seine Ansichten. Womit für mich keine preislichen Nachforschungen eingeholt werden. Für Interessierte empfehle ich das Rating von comparis. Bis auf einen Ausreisser passt das nicht schlecht. Freienbach wird die Neuzuzüger, sprich zukünftigen Steuerzahler willkommen heissen.


Sonntag, 10. März 2013

Parkplatzgebühren

Gut erinnere ich mich als ich letzten Dezember zum ersten Mal seit Jahrzehnten das Seedamm-Center besuchte. Irgendetwas war komisch als ich mein Auto in der Parkgarage abstellte. Was es war kam mir dann spontan (oder eben nicht) am nächsten Tag in den Sinn. Keine Schranken beim Parkhaus. Diese Erkenntnis freute mich natürlich. Vor zehn Jahren schlugen gewissen Parkplätze am Rosenberg in St. Gallen bereits mit vier Franken pro Stunde zu Buche. Zürich hat mich in den letzten Jahren noch ganz andere Tarif gelehrt. Klar, das sind nicht die repräsentativen Orte und Preise. Das erzählte ich natürlich voller Freude überall herum. Na ja, die Freunde aus dem Kanton Schwyz verstanden meine Begeisterung nur beschränkt, sie waren sich das teilweise ja gewohnt.
Voller Schrecken las ich vorgestern in meinem Lokalblatt, dass damit wohl bald Schluss sein wird. Noch gibt es drei grössere Einrichtungen im Kanton, die keine Parkplatzgebühren kennen: das Seedamm-Center, das Mythen Center Schwyz und der Seewen Markt. Grundlage ist die "Weisung zu verkehrsintensiven Einrichtungen" aus dem Jahr 2005, welche sich auf das Umweltschutzgesetzt und die Massnahmen der Luftreinhalteverordnung stützt. Das galt allerdings nur für neue Einrichtungen, für bereits bestehende gilt eine Übergangsfrist. Spätestens ein Jahr nach Erlass einer kantonalen gesetzlichen Grundlage, müssen die Gemeinden die Parkplatzbewirtschaftung umgesetzt haben. Für das Seedamm-Center sind noch Einsprachen hängig.
Mir ist nicht klar, wieso das nicht umgesetzt worden ist. Mögliche Verzögerungen sind: die kantonale gesetzliche Grundlage wurde nicht geschaffen, die Gemeinden setzen die Vorgaben nicht um, es bestehen Widersprüche zu anderen Regulierungen, Einsprachen verzögern die Umsetzung (was für das Seedamm-Center auf jeden Fall zutrifft).
Wie auch immer, ich finde Gratisparkplätze toll!

Sonntag, 6. Januar 2013

Einsiedeln I

Diese Ortschaft wird in diesem Blog immer mal wieder vorkommen. Das als erste Vorwarnung. Schliesslich habe ich im letzten Jahrtausend hier zwei Jahre meines Lebens verbracht.
Einiges hat sich verändert. Sofort aufgefallen ist mir der Wurststand. Das wäre sicherlich schon zu meinen Tagen in Einsiedeln ein Renner gewesen. Und wenn die Touristen mal spärlicher nach Einsiedeln pilgern, dann gibt's ja noch die Stiftsschüler, Umsatz garantiert. Etwas ist gleich geblieben. Keiner will ins Parkhaus, lieber drei Mal über den Klosterplatz fahren und vielleicht doch noch einen Parkplatz ergattern. Mir leuchtet das nicht ein. Na ja, ich habe mich artig ins Parkhaus gestellt und ganz am Schluss noch fast einen neuen Kratzer ins Auto gemacht. Den hallenden Schreien meiner Beifahrerin sei trotz meines fast-Tinitus nochmals gedankt.
Zurück zu Einsiedeln. Zuerst haben wir uns die Stallungen des Klosters angeschaut. Ganz schön viele Rösser stehen da herum. Wie ich gelernt habe, schlafen die im Stehen. Dabei können sie sogar die Augen offen haben, da Fluchttiere. So wurde mir berichtet.
Der Klostershop macht auch deutlich mehr her als früher. Aber was soll ich da denn kaufen? Glücklicherweise besitzt so ein Kloster meist viele Ländereien, so auch hier. Ob der Wein auch gut ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Eingelagert ist er.
Abschliessend besuchten wir die Kirche sowie die Krypta. Da hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Doch mir scheint, bereits das Erhalten des status quo ist eine grosse Leistung. In der Krypta sind wir noch von einer Andacht überrascht worden und haben diese nach einer heftigen Inhalation von Weihrauch wieder ganz leise und so unauffällig wie möglich verlassen.

Samstag, 8. Dezember 2012

Feiertage


Heute bin ich das erste Mal darauf hereingefallen.
Mein lokaler Bäcker geschlossen, der Laden dunkel? Nun gut, Alterntiven gibt's. Auf zum nahen Einkaufszentrum meines Vertrauens. Erledige ich dort meine Einkäufe. Zufälligerweise traf ich ein Freundespaar (na ja, die Welt ist hier doch etwas kleiner und familiärer), das ebenfalls bei der Erledigung ihrer Einkäufe war "Wir wollten zu unserem Metzger, aber heute ist ja Feiertag." Aha, das war also die Erklärung. Und ich bin nicht der Einzige, der von diesem Feiertag überrascht worden war.
Das half meiner Erinnerung an den Kanton Schwyz als Feiertagsparadies auf die Sprünge. Kurze Recherche und siehe: Stolze 14 Feiertage (Winterthur  und St. Gallen bieten 9), der "Verordnung über die öffentlichen Ruhetage" sei Dank. Das ist doch was.
Ob das Feiertagswetter noch besser wird?