Sonntag, 15. September 2013

Meilensammler

Diese Woche habe ich mich wieder über eine relativ neue App der SBB aufgeregt. Die SBB bietet bereits einen ganzen Zoo von Apps für das iPhone (ganze 10 Stück am 14.09.2013). Es geht hier um die App mit dem Namen "MobilePlus - Ihr Plus zum Abo.". Ja, genau so hat die SBB das benannt, inklusive dem Punkt.
Was kann man mit der App machen? Reisen erfassen und Kilometer sammeln. Als an statistischen Auswertungen interessierter Mensch (siehe hier) finde ich die Idee gut, dass das eigene Reiseverhalten relativ einfach erfasst werden kann und mir als Endbenutzer auch zur Verfügung gestellt wird. Die Aufbereitungen sind auch ganz schmuck gemacht und relativ umfangreich. Ich versprach mir insbesondere bei meinem ungeplanten fast schon chaotischen SBB-Reiseverhalten, einige interessante Details zu erfahren. Beispielsweise, was neben Zürich noch in meinem Reisezentrum steht.
Zusätzliche Anreize, um Benutzer wir mich auch bei der Stange zu halten, sind gesetzt. Die einfachste Variante funktioniert so: Man meldet sich mit der App an einem Bahnhof an (dazu werden die Ortsdaten des iPhones verwendet), wählt sein Reiseziel und meldet sich mit der App am Zielbahnhof ab (automatisiert, wenn gewünscht). Für diese Strecke werden Kilometer (analog wie in der Luftfahrtindustrie) gesammelt, die gegen Kleinigkeiten (z.B. Gutscheine)
eingetauscht werden können.
Aufreger Nummer 1: Wenn die Reise nicht komplett übertragen werden kann - so etwa lautet der Text der Fehlermeldung, wird die Reise nicht gespeichert. Das ist mir in der Woche vor und auch in der Woche nach meinen Ferien je ca. drei Mal passiert. Da fängt's doch fundamental an: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." (vielleicht von Winston Churchill).
Aufreger Nummer 2: Die Herren von der SBB sollten wissen, dass ich eine zweite App benutze. Nämlich jene, mit der ich mehrmals wöchentlich meine Billetts kaufe. Aber nein, da besteht kein (!) Zusammenhang. Damit könnte die Datenqualität zumindest für diejenigen Personen verbessern, welche beide Applikationen nutzen. Den SBB steht mit der Integration der verschiedenen Applikationen noch Potential zur Verfügung.
Aufreger Nummer 3: Nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Nach dem Update müssen die Anmeldedaten neu eingetragen werden. Das muss nicht sein.
Mal schauen, ob das neuste Update da weiterhilft. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Vielleicht kann ich bald meine Statistiken und ev. einen ersten Gutschein geniessen.

Samstag, 14. September 2013

Ferien

Der Mangel an neuen Beiträgen ist auf meine Ferien zurückzuführen. Nicht, dass ich jetzt einen Monat Ferien gemacht hätte. Es waren zwei Wochen.
London (England) und Edinburgh (Schottland, zum ersten Mal) standen auf dem Plan. Das hat riesig viel Spass gemacht. Freue mich schon auf das nächste Mal... es gibt gute Argumente, da nochmals hinzugehen. Einzig die Temperaturen und Wetterverhältnisse, insb. in Schottland, gilt es zu berücksichtigen. Der fiese Wind, der über die Insel weht, drückte die gefühlte Temperatur bereits im September arg nach unten.
Da ich hier hauptsächlich über Freienbach schreibe, gibt's keine weiteren Ausführungen. Allerdings ist Freienbach auch nicht die grosse Feriendestination, obwohl wir hier mit Unterkünften (habe hier diesen Begriff bewusst gewählt) dienen können:
Gasthof Sonne
Hotel Adler
Die Gegend bietet attraktivere Orte (z.B. hier).

Sonntag, 11. August 2013

Seenachtfest

Vor einigen Wochen hat mich eine Kollegin gefragt, ob ich auch ans Seenachftest in Rapperswil komme. Irgendwie hat der letzte Reiz für eine spontane Zusage gefehlt. Ich durfte das Feuerwerk des Seenachtfests bereits einmal vor Jahren von der Terrasse eines Freundes in Pfäffikon aus sehen und hatte das Gefühl, damit das Highlight bereits zu kennen. Das war natürlich ein Irrtum, doch nun zu den Details.
Der Zufall wollte es, dass ich auch dieses Jahr wieder auf der gleichen Terrasse in Pfäffikon landete. Glücklicherweise findet das Seenachtfest über mehrere Tage statt und ich habe am Samstag mit meiner Kollegin abgemacht und es in den Trubel vor Ort geschafft. Das Wetter war ausgezeichnet und hat sehr viele Leute angelockt. Angeblich gab es in der Vergangenheit nach zwei Anlässen mit schlechterem Wetter grössere finanzielle Probleme. Dieses Jahr werden an den drei Tagen 60'000 Besucher erwartet. Da sich das Zielpublikum nach meinem Empfinden nicht mit den Street Parade-Gängern überschneidet, spielt es wohl keine Rolle, dass dies am gleichen Wochenende stattfindet. Und die SBB kann die Nachtzüge sogar in beide Richtungen nutzen.

Für eine stilvolle Anreise (soweit man davon im öffentlichen Verkehr sprechen kann) habe ich mir einen Umweg vorgenommen und etwas Zeit vorgesehen. Gemütlich habe ich den Zug nach Horgen und von dort den Seeweg von Horgen zur Schifflände der Halbinsel Au unter die Füsse genommen. Dort habe ich die "Säntis" bestiegen (nein, keine Wanderung, sondern der Name des Schiffs). Sehr wohl ein passender Name für meinen Ausflug aus der Innerschweiz (Schwyz) in die Ostschweiz (St. Gallen). An zwei Haltestellen (Richterswil, Wädenswil) konnten wir nicht alle Passagiere mitnehmen, da das Schiff bereits voll war, bzw. weniger Personen aus- als einsteigen wollten. Ja, da war ich richtig froh, dass ich bereits auf der Halbinsel Au zugestiegen bin. Die Reise auf dem Schiff erfolgte ohne Zickzack der Küste entlang über die Insel Ufenau nach Rapperswil und dauerte nur ungefähr drei Mal länger als die entsprechende Strecke mit dem Zug. Mir hat dieses entschleunigte "Böötlen" aber bestens gefallen. Allerdings lässt sich damit nur nach Zürich zur Arbeit pendeln, wenn man nicht mehr als eine Stunde vor Ort arbeiten will. Auf dieser Reise habe ich Freienbach endlich bewusst vom See her wahrgenommen.



In Rapperswil angekommen startete gleich die Flugshow der Patrouille Suisse. Na ja, nicht gleich. Ein Zivilflugzeug hat die Luftraumsperre nicht eingehalten, was zu einer gefühlten Ewigkeit an Verzögerung geführt hat. Die Militärpiloten sind dann vor diesem Flugzeug vorbei geflogen und haben die Rauchmaschinen angeworfen und entsprechende Strahlen am Horizont hinterlassen. Also ich wäre nervös geworden, wenn mir da sozusagen aus dem Nichts sechs Tiger F-5E um die Ohren sausen. Dann ging die Flugshow los. Zwischendurch bekam ich Hühnerhaut, das Programm war einfach nur toll. Ja, dank iPhone Kamera gibt's hier keine Photos, ha ha. Der Commander, Daniel Hösli, hat sein Team wirklich gut im Griff und viele mir neue Flugformationen gezeigt. Das muss hier festgehalten werden: Ich mag Flugshows.
Danach habe ich meine Kollegin getroffen und wir sind anschliessend an die Super Puma Vorstellung zum Caipirinha-Stand um mal wieder gemeinsam anstossen zu können. Wir haben uns anschliessend zu einer der Musikbühnen aufgemacht und den Auftritt von Baschi bestaunt. Das war jetzt kein Highlight für mich, das in Erinnerung bleiben wird.


Für den Programmabschluss ging's auf den Seedamm, um das Feuerwerk zu bestaunen. Zu meiner grossen Überraschung habe ich eine meiner Cousinen getroffen, mich natürlich sehr gefreut und etwas mit ihr getratscht. Da der Beginn des Feuerwerks kurz bevorstand, mussten wir uns kurz fassen. Das Feuerwerk dauerte über dreissig Minuten und war beeindruckend. Abgefeuert wurde das Ganze von drei Booten und musikalisch passend untermalt. Nach einem kleinen Imbiss und etwas zu trinken, haben wir dann das öffentliche Nachtnetz in Anspruch genommen (je nach Richtung ZVV bzw. Ostwind) und sind alle gut nach Hause gekommen.

Sonntag, 28. Juli 2013

Nass

Dieses Wochenende war es auch in Freienbach unglaublich heiss. Etwas Bewegung führte zu beinahe nicht enden wollenden Schweissausbrüchen. Irgendwann konnte ich mich dann überwinden, hinauszugehen und etwas Abkühlung am und im Wasser zu suchen. Konkret ging's nach Rapperswil (am Wasser) und natürlich nach Freienbach (ins Wasser). Aufgrund der Temperaturen waren aussergewöhnlich wenige Personen auf dem Seedamm unterwegs, auch von Stau auf dem Damm (obwohl kurz vor dem Nachtessen) war nichts zu erkennen. Dafür darunter, Schiffe überall.
In Freienbach war am Sonntag kurz nach dem Mittag der Parkplatz bei der Kirche fast voll. Und das lag nicht an einem Gottesdienst oder einer Hochzeit. Die Badi war überfüllt und immer noch kamen mehr und mehr Leute. Ich habe mich nicht in die Badi begeben, sondern habe mich im Park hingelegt und dort meine Füsse ins kühlere Nass getaucht. Als die Wärme ein erträgliches Mass für meine innere Klimaanlage überschritten hatte, habe ich meine Sonntagszeitung (ja, die mit dem komischen Kaffe am Flughafen) eingepackt und mich in meine minim kühlere Wohnung zurückgezogen.



Samstag, 27. Juli 2013

Werbung

Manchmal zieht es mich auch weg von Freienbach, z.B. über den Flughafen Zürich. Es gibt Dinge, die gibt's nicht. Keine Sorge, das wird kein philosäuferischer Artikel. Etwas hat mich verwirrt. Nämlich das neue Café am Flughafen Zürich am Gate A. Eine Firma mit drei Buchstaben betreibt da ein Kaffee und schmückt sich mit drei Buchstaben einer schweizerischen Tageszeitung (ja, die machen auch noch vieles mehr). Der Auftritt des Betreibers (nicht die Zeitung) ist völlig im Hintergrund. Die Zeitung gibt ihren Namen, den Lesestoff (inkl. iPads) sowie die grossen Bildschirme. Natürlich wird jetzt auch grossartig jeder harmlose Kaffeetrinker mit Probeabonnements überhäuft. Ich hoffe, dass sich das wieder beruhigt.
Verwirrt verstehe ich nicht, wieso das die Zeitung macht. Mir scheint, nach den Problemen mit dem Design des Internetauftritts (kam angeblich nicht gut an) und der Einführung der Paywall (Bezahlschranke) ist die Zeitung auf der Suche nach ihren Kernkompetenzen. Und sucht diese in einem Café am Flughafen Zürich?
Ach ja, im Café kann die aktuelle Tagesausgabe gratis heruntergeladen werden. Heisst das nun lokales Internet? Ist ja für das Café toll. Vielleicht kann es als Kompensationshandlung gesehen werden, weil die Auflagenzahl der (früher zumindest gratis) am Flu
ghafen abgegebenen Exemplare zurückgegangen ist.

Ich verstehe das nicht. Grundsätzlich passen Kaffee und Zeitung gut zusammen. Zeitunglesen braucht allerdings Zeit und Sprachkenntnisse, hier die deutsch. Am Flughafen Zürich hat es wohl überdurchschnittlich viele nicht deutsch-sprachige Personen (leider habe ich hierzu keine Statistik gefunden). Aber es interessieren wohl eher die absoluten Zahlen, das könnten doch genug Personen sein. Ich hoffe, das hat die Zeitung entsprechend berücksichtigt. Persönlich sehe ich am Flughafen nicht viele Personen, die ihre Zeitung (oder iPad oder was auch immer) im Kaffee lesen. Die meisten sind eher in Hektik und die anderen haben einen so langen Aufenthalt, dass sie auf den Bänken versuchen zu schlafen. Ein weiterer Gedanke sind die Personen, welche die Sitze im Café so lange während des Zeitunglesens blockieren und keinen Umsatz für das Café generieren.
Meine Ideen: Variante 1: Hauptbahnhof Stuttgart mit der DB Lounge das Modell versuchen (deutsch, hohe Frequenz). Variante 2: Am Hauptbahnhof Zürich das Modell versuchen mit Coffee2Go (deutsch, hohe Frequenz, Kaffee zum Mitnehmen).

Donnerstag, 18. Juli 2013

Mein erstes Mal

Vorgestern wurde ich zum ersten Mal auf meiner S-Bahn von einem Kontrolleur nach meinem Ticket gefragt. Ich hatte bisher das Gefühl, Kontrollen gibt es auf dieser Strecke gar nicht. Allerdings - ganz im Gegensatz zu anderen Strecken - hatte in meinem Wagen jede und jeder ein gültiges Ticket dabei. Das habe ich selten erlebt. Sind Bummelzug-Fahrer die besseren nicht-Schwarzfahrer (Weissfahrer)? Vielleicht liegt es auch daran, dass die vielen Schüler mithelfen, da die meisten ein Abonnement zu haben scheinen und sie bei den Erwachsenen unbewusst die Vorbildfunktion ansprechen?
Auf jeden Fall sind die Kontrolleure hier richtig inkognito unterwegs. Früher gaben oft das Schuhwerk und die Rucksäcke einen Hinweis. Mir war es nicht möglich die zwei vorzeitig zu erkennen. Und sogar das elektronische Ticket können sie nun mit ihrem Mobiltelephon schnell (das war nicht immer so) einscannen und prüfen.

Dienstag, 2. Juli 2013

Mein Quartierladen

Bald ist es soweit. Die Eröffnung findet am Donnerstag statt. Die Gestelle sind grösstenteils bereits eingeräumt (sogar die harten alkoholhaltigen Getränke an den Kassen). Ja, ich kriege eine neue Einkaufsmöglichkeit keine fünfzig Meter von meiner Küche entfernt. Die Auswirkungen auf meine Kochkünste sind mir noch nicht klar. Wird die Flexibilität bei vergessenen Zutaten nicht mehr notwendig sein oder werde ich wie bisher bequem sein und mit dem das nur zwei Meter entfernt ist improvisieren?
Unsere Hoffnungen (mein Nachbar hat mich drauf gebracht), ob es an den Eröffnungstagen (Donnerstag bis Samstag) Wurst mit Brot zum Kampfpreis geben wird, sind nach der Werbekampagne in den letzten Tagen etwas kleiner geworden. Weder Wurst noch Brot sind mit einem Wort erwähnt worden. Dann wird das halt bei der Konkurrenz erworben und auf dem Balkon genüsslich verzehrt... kleiner Spass am Rande.
Die ersten in den Wohnungen über dem Einkaufsladen Briefkästen sind bereits beschriftet, sowie Bewohner von mir persönlich gesichtet worden. Für Gelegenheitseinkäufer wie mich wird der Laden natürlich ganz praktisch sein. Ob sich hier der grosse Umsatz machen lässt, stelle ich mal in Frage. Die werden das schon selbst herausfinden. Einen Vorteil hat der Laden auf jeden Fall: Aufgrund der Strassenarbeiten an der Kantonsstrasse wird noch eine Zeit lang der gesamte Durchgangsverkehr an ihm vorbeigeführt und alle werden ihn kennen. Wenn das keine Werbung ist.