Sonntag, 9. Juni 2013

Vom See zum Meer - Gastbeitrag König

Eben noch am Zürichsee und schon am grossen Atlantik. Benno war in den Ferien in England und richtig begeistert von den englischen Städtebauern. Liverpool wurde regelmässig komplett neu erfunden und ganze Gebiete frisch aus dem Boden gestampft. Ein Beispiel gibt es sogar für ein Quartier, das nach dem Jahr 2000 umgebaut worden ist und nur noch die Kirche zu erkennen ist...., während sein geliebtes Freienbach seit 100 Jahren fast gleich aussieht.

Liverpool war eine Handelsstadt, die jede Vorstellung sprengt. Kilometerlange Docks haben Waren aus aller Welt aufgenommen und umgeladen und weiterverteilt. Schön war die Stadt wohl nie (das lässt sich auch heute nicht mit gutem Gewissen behaupten), aber wenn man drin rumläuft kann man sich vorstellen, wie diese Stadt mal aus den Nähten geplatzt ist und voll war von verschiedenen Nationen. Vor allem durch den Sklaven- und Baumwollehandel ist Liverpool reich geworden. Ich bin mir sicher, dass da Waren für die Schweiz ebenfalls umgeladen wurden und sich so mancher listiger Schweizer hier eine goldene Nase verdient hat. Aber alles nur Spekulation....

Den einzigen wirklichen Hinweis, dass Schweiz und Liverpool noch in Verbindung stehen, habe ich im Riesenrad gefunden: Das ist nämlich in 8 Containern aus der Schweiz geschickt worden und dann in Liverpool zusammengestzt worden: Ronald Bussink ist eine Firma mit Sitz im Appenzell, die seit 15 Jahren über 60 solcher riesiger Fähren und Riesenräder produziert hat und offenbar auch eines für Liverpool... wäre das noch eine Idee für Freienbach?

Sonntag, 19. Mai 2013

Bauboom

Das Quartier, in dem ich lebe, scheint ein ganz trendiges zu sein. Fast überall wird gebaut. Viele neue Wohnungen entstehen. In unmittelbarer Nähe wird sogar ein kleiner Lebensmittelladen einziehen (meine Last-Minute-Einkäufe werden ganz unproblematisch). Mit unmittelbarer Nähe meine ich meinen ca. 200 Meter langen weg zur Bahnstation. 42 neue Wohnungen auf diesem kurzen Weg, unglaublich. Den "Wohnungsgucker-Verkehr" habe ich bereits vereinzelt bemerkt.
Erste Überbauung: hier (12 Wohnungen), zweite Überbauung: hier (19 Wohnungen), dritte Überbauung hier (11 Wohnungen).

Interessant ist festzustellen, dass einerseits eine Preissensitivität vorhanden ist, andererseits Werbung tatsächlich funktioniert. Bei den teuersten Überbauung sind am meisten Wohnungen noch nicht reserviert. Und die Überbauung mit der Werbung in einer täglichen Pendler-Gratiszeitungen war eine bis zwei Wochen nach dieser Aktion komplett reserviert.
Die kleineren Wohnungen sind angeblich preislich sehr konkurrenzfähig in der Region, die grösseren angeblich am oberen Ende anzusiedeln. Mein Nachbar schaut sich regelmässig nach Alternativen um. Mein Bauchgefühl bestätigt seine Ansichten. Womit für mich keine preislichen Nachforschungen eingeholt werden. Für Interessierte empfehle ich das Rating von comparis. Bis auf einen Ausreisser passt das nicht schlecht. Freienbach wird die Neuzuzüger, sprich zukünftigen Steuerzahler willkommen heissen.


Sonntag, 12. Mai 2013

Ausflug in den Nachbarkanton - Reprise

Heute ist Muttertag. Ich habe mein Grosi besucht, im Nachbarkanton. Meine Eltern waren auch da. Und dann konnte ich sogar noch eine dritte Mutter erfreuen. Und das ging so: Mein Nachbar hat gestern seinen Herd kaputt gemacht. Irgendwie haben sich vermutlich Wasser und Strom nicht gut vertragen und *zack* war's fertig mit Kochen. Heute kam er bei mir vorbei und erzählte mir beim Kaffee aus dem Tschinggenboiler (sprich Bialetti), dass er die Schwiegermutter zum Essen eingeladen habe und noch eine Küche suche. Klaro, das geht doch. Zum Essen hat er mich gleich auch noch eingeladen. Das ist doch was. Das Essen war gut, seiner Schwiegermutter (und mir) hat's geschmeckt und wir waren alle glücklich. Ich hoffe, das mit dem Herd wird bald wieder was bei meinem Nachbarn.

Samstag, 11. Mai 2013

April im Mai?

Genau, wenn nichts los ist, mach' ich das wie die Engländer: über's Wetter gibt es immer etwas zu sagen. Das Wetter macht, was es will. An Auffahrt gab's Besuch und ich bereitete die Küche vor. Als dann noch etwas Zeit übrig blieb, zog mich das sonnige Wetter nach draussen, da meine Bürokollegen mich bereits am Mittwoch vor schlechtem Wetter warnten. Da mein Besuch etwas zu früh in Freienbach an, mussten sie vor verschlossener Türe auf mich warten, bis ich von meinem Sonnenspaziergang zurückkehrte; die Damen bereits im Schatten, so warm war es. Sorry nochmals. Habe mich zur Zufriedenheit aller mit englischer (Vorspeise) und indischer (Hauptspeise) Küche versucht. Auch der Wein ist gut angekommen trotz seines relativ hohen Alters. Bis und mit Vorspeise konnten wir sogar meinen Balkon nutzen, der doch um einiges grösser ist, als er auf den ersten Blick aussieht. Und ja, sogar die Sonenstoren waren im Einsatz.
Das war's dann wohl mit schönem Wetter. Viele haben die Gelegenheit genutzt und zwischen Auffahrt (klar, ist das hier auch ein Feiertag) und dem Wochenende darauf einen zusätzlichen Freitag eingeschaltet. Für mich war das Arbeiten am Freitag ziemlich in Ordnung. Es gab morgens wenig Verkehrt, es regnete in Strömen und drinnen war's schön trocken. Hingegen auf dem Nachhauseweg waren die Strassen wieder voll, Freizeitverkehr nehme ich an. Mittlerweile ist Samstag und nun wird das Wetter langsam langweilig. Die Aussichten sind konstant, sprich nochmals langweilig. Ich schaue mir nochmals die Bilder vom Donnerstag an und hoffe, dass es bald wieder schön wird.



Mittwoch, 1. Mai 2013

Wasser

S-Bahn Eindrücke
Am 1. Mai gibt es in den Zürcher S-Bahnen genügend Platz, ganz im Gegensatz zum Schnellzug von der Bundeshauptstadt nach Zürich. Da war kein Feiertag.
In der S-Bahn auf dem Weg nach Hause hat uns ein Hagelschauer etwa bei Horgen überrascht. Der Lärm der Hagelkörner auf dem Dach hat die Musik aus meinen Ohrstöpseln übertönt. Nach einigen Sekunden waren auch die Wege neben dem Bahngleis weiss eingefärbt. Die Wassermassen konnten kaum genügend schnell von Bahndach abfliessen, es gab fast schon einen Fluss über mein Fenster. Ich hoffte, meine S-Bahn fahre den Wassermassen genügend schnell davon, dass ich nach dem Aussteigen nicht völlig durchgespült würde (doch dazu kam's nicht).

Die zwei interessantesten Highlights: Hagel im See sieht aus, wie wenn jemand tausende Kieselsteine gleichzeitig und immerwährend hineinwirft. Unglaublich imposant, wie ein Meteoritenschauer im Kleinstformat. Und das andere Highlight: trocken in Freienbach ausgestiegen sowie trocken nach Hause gekommen.





Samstag, 27. April 2013

Mobilitätszukunft

Mobilitätszukunft
Das Hochnebelfeld lädt zu Tee und Lektüre ein und zieht mich ausser für die notwendigen Einkäufe nicht nach draussen.
Siehe da: ein neues Wort sticht mir bei der Lektüre der Neuigkeiten der letzten Woche ins Auge: die Mobilitätszukunft. Tolles Wort. Kurz und prägnant. Nur einen Nachteil gibt's, es lässt sich nicht an das aktuell vorliegende Problem knüpfen, da es viel zu allgemein ist. Das wird wohl noch schlimmer als die "Durchmesserlinie". Jeder Zürcher hat mittlerweile die Vorstellung, dass für jeden klar ist, was damit gemeint ist. Dass es auch anderswo eine Durchmesserlinie geben könnte, kommt den Bewohnern des vemeintlichen Nabels der Welt nicht in den Sinn. So viel zum tollen Wort.

Das Hauptthema hier ist die Verkehrsüberlastung in und um Rapperswil. Das betrifft insbesondere auch den Verkehr über den Seedamm, der durch die Stadt Rapperswil durch geht bzw. aufgrund der Verkehrsführung muss. Mir war, dass dies bereits vor einiger Zeit ein Thema war, die Idee war ein Tunnel unter dem See. Tatsächlich 2011 wurde ein Tunnelprojekt abgelehnt. Irgendwie erinnert mich das an Winterthur... und seinen See. Das wurde bisher auch noch nichts, aber aufgegeben wird nicht.
Nun ist das Verkehrsproblem wieder in den Fokus geraten, da Lösungsvorschläge veröffentlicht worden sind. Die 60 Vorschläge stammen von Einwohnern und insbesondere auch von Studierenden der Hochschule Rapperswil. Zu den Ideen werde ich nicht viel sagen, ausser: hier anschauen und Spass haben.

Meine favorisierten Ideen (in den verlinkten Dateien, ist die Lösungsidee Nr. zu suchen):
Verbindung der A53 mit der A3 mittels einer zusätzlichen Seeüberquerung (Lösungsidee Nr. 4): Diese Idee entlastet Rapperswil und Pfäffikon vom Durchgangsverkehr und verbindet die zwei Autobahnen.
Nutzung Eisenbahntrassen mit zusätzlicher Autobrücke (Lösungsidee Nr. 25): Aufgrund des zweistöckiger Verkehr auf bestehenden Verkehrslinien ist diese Idee günstiger.
Oberseebrücke (Lösungsidee Nr. 22f): Die Photomontage sieht vielversprechend aus, erzeugt vermutlich mehr Verkehrskilometer, da die Brücke östlich von Rapperswil und Pfäffikon liegt. Problematisch ist hier das Naturschutzgebiet.
Autoverlad über den Seedamm (Lösungsidee Nr. 18): Das ist noch den Clown der Ideen, aber ich finde sie dennoch toll. Die Fähre zwischen Horgen und Meilen wird rege benutzt und ist profitabel.

Die Ideen habe ich mir unabhängig von allfälligen Restriktionen (Zeit, Kosten, Realisierbarkeit, politischer Rückhalt) herausgesucht. Die Vorschläge mussten bei der Eingabe grob kategorisiert werden, viele finden sich in den zwei Kategorien "nach 2030" und "teurer als CHF 500m". Ich werde mich wohl gedulden müssen (und vielleicht schafft's der See in Winterthur vor einer meiner favorisierten Idee).

Sonntag, 21. April 2013

Flucht vor dem Schnee

Kyoto Garden
Das kalte Wetter hat auch seine guten Seiten. Die Insekten, welche sich an meine Fenster krallten und mir die Aussicht auf den See (ok, beschränkte Aussicht auf den See) einschränkten, werden den feinen Unterton des Wettermachers verstehen.
Meine Flucht auf die Insel hat sich wettertechnisch mehr als gelohnt. Wir sassen am Nachmittag mit unseren Einkäufen windgeschützt an der Sonne und hatten beinahe heiss. Ich konnte es nicht lassen und prüfte kurzerhand den Temperaturuntschied von der Insel zu Freienbach: 10 Grad. Die Wettervorhersage für die Schweiz hatte Schnee angekündigt. Meine Flucht war zeitlich ideal abgestimmt. Bei einem Bier (bzw. Cider oder Pimm's) sind wird mit Kolleginnen aus Winterthur an der Sonne gestanden und haben bei angenehmen Temperaturen gemütlicht getrascht. Tatsächlich haben uns die Winterthurerinnen gestern bestätigt, dass in Winterthur ca. 4 Zentimeter Schnee gelegen haben.
Die Aussichten für Montag sehen an beiden Orten ziemlich identisch aus: 12 Grad. Zum Glück bin ich dem Kälteeinbruch entkommen.